Stellen Sie sich vor, vor dem Rathaus Schöneberg weht die Ramadan-Flagge im Wind, und Jörn Oltmann, der Mann mit dem breiten Lächeln, begrüßt Passanten mit einem herzlichen Nicken. Seit über vier Jahren lenkt er als Bezirksbürgermeister die Geschicke von Tempelhof-Schöneberg, als erster Grüner in diesem Amt, dessen Partei die Bezirkswahl 2021 mit rund 270 Stimmen Vorsprung gewann und der 2023 im Amt bestätigt wurde.12
Im Frühjahr 2026 steht er weiterhin voll im Einsatz: für Integration, Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft im Bezirk. Was treibt diesen Politiker an, der aus Bremen kommt und hier Wurzeln geschlagen hat? Lassen Sie uns eintauchen in sein aktuelles Leben, nahbar, engagiert und immer vor Ort.
Von Bremen nach Tempelhof-Schöneberg: Der Weg eines Lokalen
Jörn Oltmann wurde 1966 in Bremen geboren, machte seinen Realschulabschluss 1982 und fand seinen politischen Weg bei den Grünen. Seit Jahrzehnten engagiert er sich in Tempelhof-Schöneberg: Von 2006 bis 2016 als Fraktionsvorsitzender, dann als Stadtrat für Stadtentwicklung und schließlich seit November 2021 als Bezirksbürgermeister.
Vater einer Tochter, lebt und arbeitet er mitten unter uns, im Herzen des Bezirks, nahe dem Rathaus am John-F.-Kennedy-Platz 1. Kein Politiker für die Fernsehkulisse, sondern jemand, der den Puls des Alltags spürt: von Gedenkveranstaltungen gegen Femizide bis hin zu Laufveranstaltungen, etwa dem Neujahrslauf 2023 mit Bettina Jarasch.3
Seine Geschichte ist die eines Aufsteigers, der den Bezirk kennt wie seine Westentasche. Mit rund 270 Stimmen Vorsprung holten die Grünen 2021 erstmals den Bezirk, seither setzt Oltmann auf Kontinuität.
Was Jörn Oltmann heute macht: Finanzen, Wirtschaft und grüne Impulse
Täglich jongliert Oltmann mit Finanzen, Personal und Wirtschaftsförderung, koordiniert Beauftragte und Themen wie die Integration Geflüchteter. Er begleitet Projekte wie die Marienhöfe, wo Wohnen und Gewerbe zusammenkommen, die Neue Mitte Tempelhof oder Milieuschutzinitiativen für gemeinwohlorientierten Neubau.4
In der Wirtschaftsförderung zeigt er Drive: Er hilft Unternehmen bei Fachkräftegewinnung, Ausbildung und Klimaneutralität. Besonders hervorgehoben wird die Erweiterung des Green Buddy Award 2025 um die Kategorie „Erneuerbare Energien“, ein Signal für zukunftsfeste Wirtschaft im Bezirk.
Auch soziale Themen liegen ihm am Herzen: Er kämpft gegen Einsamkeit, stärkt queere Sichtbarkeit und setzt sich gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus ein. Auf seiner Website joernoltmann.de teilt er Gedanken zu Themen wie Klimawandel und Wohnungsnot, ergänzt um persönliche Einblicke etwa zum Laufen.
Der starke Bezug zu Tempelhof-Schöneberg: Hier zu Hause für alle
Oltmann macht Tempelhof-Schöneberg zum Zuhause für alle. Kürzlich hisste er die Ramadan-Flagge: „Die Flaggenhissung heute ist ein Symbol für die starke Gemeinschaft, die unseren Bezirk ausmacht. Sie steht für den Zusammenhalt, die Vielfalt und die Solidarität, die wir hier jeden Tag leben.“
Er bietet regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus Schöneberg an, offen für alle Anliegen. Sein Engagement reicht von Gedenken an Hatün Sürücü bis zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter, die er als Chance für den Bezirk sieht.5
Im Berliner Parteirat der Grünen ist er lokal und landesweit vernetzt. Tempelhof-Schöneberg zählt für ihn zu den wichtigen Wirtschaftsstandorten Berlins, entsprechend wirbt er bei Unternehmen für mehr Nachhaltigkeit.
Aktuelle Kämpfe und Highlights: Integration im Fokus
Ein Schwerpunkt: Als erster grüner Bezirksbürgermeister setzt er Akzente, von sozialer Stadtentwicklung bis Klimaschutz. Im Februar 2026 forderte er in einer Pressemitteilung die Rücknahme des BAMF-Zulassungsstopps für Integrationskurse, ein Thema, das angesichts dessen, dass fast die Hälfte der Jugendlichen in Tempelhof-Schöneberg Migrationshintergrund hat, im Bezirk besonders Gewicht hat. „Diesen Menschen den Zugang zu deutschen Sprachkenntnissen und Orientierungswissen zu erschweren, bedeutet, ihnen das Ankommen bei uns im Bezirk zu erschweren“, so Oltmann, der die Entscheidung als Fehlentscheidung bezeichnete und ihre Rücknahme verlangte.
Frühere Debatten zur Mietenpolitik mit CDU-Politiker Jan-Marco Luczak zeigen sein Engagement für Verdrängungsschutz. Zum Jahreswechsel 2026 wünschte er sich öffentlich einen weiterhin starken gesellschaftlichen Zusammenhalt für den Bezirk.
Diese Momente machen ihn greifbar, ein Politiker, der für Teilhabe streitet und dabei den Bezirk im Blick hat.
Ausblick: Grüne Erfolge fortsetzen
Die Grünen haben Oltmann für die Bezirkswahl Herbst 2026 als Teil des Spitzenduos mit Saskia Ellenbeck nominiert. Die Partei wirbt damit, die grüne Erfolgsgeschichte fortschreiben zu wollen, mit Oltmann als Kandidaten für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich verbindende Politik.
Er plant weiter: mehr Integration, Klimaneutralität, starke Wirtschaft. Eine erneute Kandidatur ist gesetzt, er lebt hier, arbeitet hier, engagiert sich hier. Tempelhof-Schöneberg ist sein politisches Zuhause.
In einer Zeit voller Spaltungen bleibt Oltmanns Botschaft klar: Zusammenhalt schafft Stärke. Ob bei der nächsten Sprechstunde oder Laufveranstaltung, er bleibt ansprechbar.