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Was macht Klaus Wowereit heute? Berlins Ex-Bürgermeister als Redner und Podcaster

Der Ex‑Regierende Bürgermeister ist längst nicht weg: Wowereit moderiert Benefizevents, hält Vorträge zu Nachhaltigkeit und co‑hostet seit 2024 den RBB‑Podcast „Kim & Klaus”.

Von Franziska Witte | 13. März 2026
Was macht Klaus Wowereit heute? Berlins Ex-Bürgermeister als Redner und Podcaster © Christian Müller

Klaus Wowereit ist längst nicht mehr aus dem öffentlichen Leben verschwunden. Der ehemalige Regierende Bürgermeister, der Berlin von 2001 bis 2014 prägte, ist heute aktiver denn je, nur eben auf andere Weise. Statt Senatssitzungen und Wahlkampfreden gestaltet der 72‑Jährige nun Podiumsdiskussionen, moderiert Benefizveranstaltungen und teilt sein Wissen über Stadtentwicklung mit einem neuen Publikum.

Wer sich fragt, was aus dem Mann geworden ist, der Berlin mit dem Motto „Arm, aber sexy" prägte, wird überrascht sein: Wowereit ist nicht in die Versenkung verschwunden, sondern hat sich neu erfunden, und das sehr erfolgreich.

Was dich erwartet

Steckbrief: Klaus Wowereit

Geboren1. Oktober 1953 in Berlin
Alter (2026)72 Jahre
WohnortBerlin-Schöneberg
BerufPolitiker a. D., Redner, Podcaster
ParteiSPD
Bekannt alsRegierender Bürgermeister von Berlin (2001–2014)

Eine zweite Karriere als Vortragsredner

Nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik 2014 hätte Wowereit sich zur Ruhe setzen können. Doch stattdessen baute er sich eine neue Karriere auf. Über die Agentur LEADING MINDS kann der Berliner heute für Vorträge, Talks und Panel‑Diskussionen gebucht werden1. Seine Themen sind vielfältig und spiegeln seine jahrzehntelange Erfahrung wider: von der Zukunft der Städte über Metropolen im Wandel bis zu Berlin im Umbruch.

Besonders interessant ist sein Engagement bei Fragen der Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung, Themen, die er als Regierender Bürgermeister auch beim umstrittenen letzten Flug am Flughafen Tempelhof 2008 politisch zu verantworten hatte. Wowereit spricht über Umweltprobleme, nachhaltige Lösungen für Wasser und Müll, und darüber, wie Großstädte mit Wachstum umgehen können. Das sind keine leeren Versprechungen, es sind Themen, mit denen er sich als Bürgermeister tagtäglich auseinandersetzen musste.

Im Podcast und auf den Bühnen Berlins

Wowereit ist auch weiterhin medial präsent. Seit 2024 betreibt er zusammen mit der Moderatorin Kim Fisher den Podcast „Kim & Klaus" beim Rundfunk Berlin‑Brandenburg (RBB)2. In diesem Format diskutiert das Duo über gesellschaftliche Trends, politische Entwicklungen, Kultur und vieles mehr, eine lockere, moderne Art, weiterhin im öffentlichen Diskurs dabei zu sein.

Bereits seit 2015 gestaltet Wowereit zudem die Gesprächsreihe „Bei Klaus zuhaus" im Berliner Capital Club, in der er sich mit prominenten Gästen unterhält. Und am 1. Dezember 2025, dem Welt-Aids-Tag, moderierte er gemeinsam mit Kim Fisher die Benefizgala „Künstler gegen Aids" zugunsten der Berliner Aids-Hilfe, ein Thema, das dem offen schwulen Politiker schon immer am Herzen lag und das für die Berliner LGBTQ+-Szene zentral ist.

Der Bezug zu Tempelhof‑Schöneberg

Für Tempelhof-Schöneberg ist Wowereit nicht nur als ehemaliger Regierender Bürgermeister relevant, sondern auch persönlich: Er wuchs im Ortsteil Lichtenrade auf, der zum Bezirk gehört. Als Regierender Bürgermeister prägte er den Bezirk darüber hinaus durch Stadtentwicklungsprojekte und als politische Stimme Berlins. Heute führt mit Jörn Oltmann ein grüner Bezirksbürgermeister den Bezirk. Dass er heute immer noch in der Stadt aktiv ist, zeigt, dass sein Engagement für Berlin nicht mit dem Ende seiner Amtszeit endete. Seine Vorträge und Diskussionsbeiträge sind für alle zugänglich, die verstehen möchten, wie eine Stadt funktioniert und sich entwickelt.

Eine Karriere, die weitergehen wird

Mit 72 Jahren könnte Wowereit längst im Ruhestand sein. Stattdessen nutzt er seine Erfahrung, um andere zu inspirieren und zum Nachdenken anzuregen. Seine langjährige Erfahrung, bei seinem Rückzug 2014 war er dienstältester Regierungschef eines deutschen Bundeslandes, macht ihn zu einer wertvollen Stimme in Diskussionen über urbane Herausforderungen und politische Führung.

Klaus Wowereit ist ein Beispiel dafür, dass politische Karrieren nicht einfach enden, sondern sich transformieren können. Der Mann, der Berlin „sexy" machte, macht jetzt Gedanken sexy, und das funktioniert bemerkenswert gut.

Häufige Fragen zu Klaus Wowereit

Was macht Klaus Wowereit heute?

Klaus Wowereit ist als Vortragsredner unterwegs, betreibt einen Podcast und tritt auf Berliner Bühnen auf. Der frühere Regierende Bürgermeister bleibt damit ein fester Teil des öffentlichen Lebens der Stadt.

Wie alt ist Klaus Wowereit?

Klaus Wowereit wurde am 1. Oktober 1953 in Berlin geboren und ist 2026 damit 72 Jahre alt.

Hat Klaus Wowereit einen Partner?

Klaus Wowereit war fast 30 Jahre mit dem Mediziner Jörn Kubicki zusammen. Kubicki starb im März 2020 nach einer Corona-Infektion.

Wo wohnt Klaus Wowereit?

Klaus Wowereit lebt in Berlin-Schöneberg, dem Ortsteil, mit dem er auch politisch eng verbunden ist.

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Franziska Witte
Franziska Witte
Freie Journalistin

Freiberufliche Journalistin, in Schöneberg geboren, kurz weggezogen, schnell zurückgekehrt. Arbeitet nebenbei als Autorin und kennt gefühlt jeden zweiten Ladenbesitzer persönlich.

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Leserstimmen
Petra D. 21. März 2026, 23:59 Uhr

super bericht, dann weiß ich bescheid! danke für die zusammenfassung seiner aktuellen arbeiten.

Stefan L 20. März 2026, 01:41 Uhr

Interessant was er heute macht. Gibt es Pläne, dass er sich konkret in aktuelle Projekte zur Müllvermeidung in Berlin einbringt und mit welchen Institutionen er zusammenarbeitet?

Jan Z. 15. März 2026, 03:37 Uhr

Vielen Dank für den informativen Artikel. Schön zu sehen, dass erfahrene Köpfe sich weiter für die Stadt engagieren.

Florian 13. März 2026, 23:25 Uhr

wer in neukölln oder steglitz auf stadtentwicklung achtet, merkt schnell welche projekte noch haken. tip: bei lokalen bauvorhaben lohnt sich der besuch der öffentlichen termine, dort wird oft klar, wo nachgebessert werden muss.

Sven 13. März 2026, 10:13 Uhr

als berlinerin, die wowereit in den 2000ern bei mehreren stadtteilgesprächen erlebt hat, finde ich es schön zu sehen, wie er sein wissen weitergibt. seine art zuzuhören hat damals schon geholfen, lokale probleme sichtbarer zu machen.

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