Tempelhof-Schöneberg passt in keine einfache Schublade. Im Norden drängt sich rund um den Nollendorfplatz das bunte, geschichtsträchtige Schöneberg, im Süden weiten sich Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade zu einem fast vorstädtischen Berlin mit Dorfkirchen und Schrebergärten. Dazwischen liegt eine der größten innerstädtischen Freiflächen Europas, das Tempelhofer Feld, und davor der gewaltige Bogen des alten Flughafens.
Wer den Bezirk besucht, bekommt deshalb keinen geschlossenen Altstadtkern wie in Spandau, sondern eine Folge sehr unterschiedlicher Orte: Weltgeschichte am Rathaus und am Flugfeld, stille Natur auf verlassenen Bahnanlagen, große Architektur der Zwanziger und ein Stück mittelalterliches Dorf mitten in der Stadt. Die folgende Liste führt vom Ikonischsten zum Geheimtipp, und überall ist das Wichtige bequem mit U-Bahn, S-Bahn oder Ringbahn zu erreichen.
- 1. Flughafen Berlin-Tempelhof
- 2. Tempelhofer Feld
- 3. Rathaus Schöneberg
- 4. Natur-Park Südgelände
- 5. Gasometer Schöneberg
- 6. Viktoria-Luise-Platz
- 7. Alter St.-Matthäus-Kirchhof
- 8. ufaFabrik
- 9. Planetarium am Insulaner
- 10. Nollendorfplatz
- 11. Heinrich-von-Kleist-Park und Königskolonnaden
- 12. Schwerbelastungskörper
- 13. Dorfkirche Marienfelde
1. Flughafen Berlin-Tempelhof
© Avda
Kaum ein Gebäude erzählt die Geschichte des 20. Jahrhunderts so dicht wie der Flughafen Tempelhof. Das gewaltige, in einem flachen Bogen über mehr als einen Kilometer geschwungene Empfangsgebäude entstand zwischen 1936 und 1941 nach Plänen von Ernst Sagebiel und war als monumentale Selbstdarstellung des NS-Regimes gedacht. Die auskragende Dachkante über dem Vorfeld, unter der die Flugzeuge im Trockenen abgefertigt werden konnten, war damals eine technische Sensation. Der britische Architekt Norman Foster nannte den Bau später die Mutter aller Flughäfen.
Weltberühmt wurde Tempelhof durch die Luftbrücke 1948 und 1949, als alliierte Maschinen das von der Sowjetunion abgeriegelte West-Berlin im Minutentakt mit Lebensmitteln und Kohle versorgten. Das Luftbrückendenkmal vor dem Gebäude, im Volksmund Hungerharke genannt, erinnert mit seinen drei nach Westen weisenden Zinken an die drei Luftkorridore. 2008 startete hier das letzte Flugzeug, seither ist der Betrieb eingestellt.
Heute kannst du das Innere nur bei Führungen betreten, die regelmäßig durch die endlosen Hallen, über das Dach und in die unterirdischen Anlagen gehen und sich unbedingt lohnen. Erreichbar ist der Komplex über den U-Bahnhof Platz der Luftbrücke (U6), dessen Eingang direkt unter dem Ehrenhof liegt.
2. Tempelhofer Feld
© Times
Wo bis 2008 Flugzeuge starteten, liegt heute eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt: rund 300 Hektar offene Wiese, durchzogen von zwei ehemaligen Start- und Landebahnen. Das Tempelhofer Feld wirkt durch seine schiere Weite fast unwirklich, der Horizont ist flach, der Himmel riesig, und an klaren Tagen reicht der Blick bis zum Fernsehturm.
Die Berliner haben das Feld längst zu ihrem Lieblingsort gemacht. Auf dem alten Asphalt rollen Skater, Radfahrer und selbstgebaute Strandsegler, auf den Wiesen liegen Picknickdecken, steigen Drachen und grillen die Nachbarn aus den umliegenden Bezirken. Dass die Fläche unbebaut bleibt, haben die Berliner 2014 in einem Volksentscheid selbst durchgesetzt, ein für die Stadt prägender Moment.
Zugänge gibt es ringsum, am bequemsten über die U-Bahnhöfe Boddinstraße, Leinestraße oder Tempelhof sowie über den S- und U-Bahnhof Tempelhof. Am schönsten ist das Feld bei Sonnenuntergang, wenn sich der weite Himmel über dem alten Rollfeld rot färbt.
3. Rathaus Schöneberg
© Lucas Werkmeister
Das 1914 vollendete Rathaus Schöneberg mit seinem markanten 70 Meter hohen Turm war von 1948 bis 1991 der Sitz des Regierenden Bürgermeisters und damit das politische Herz West-Berlins. Auf dem Platz davor versammelten sich in den Jahrzehnten der Teilung immer wieder Hunderttausende, wenn es um die Freiheit der eingeschlossenen Stadt ging.
Den Höhepunkt erlebte das Rathaus am 26. Juni 1963, als US-Präsident John F. Kennedy vom Balkon zu einer riesigen Menge sprach und mit dem Satz Ich bin ein Berliner Geschichte schrieb. Der Vorplatz heißt seither John-F.-Kennedy-Platz. Im Turm hängt die Freiheitsglocke, ein Geschenk amerikanischer Bürger von 1950, deren Geläut früher regelmäßig im Radio übertragen wurde.
Das Rathaus liegt am U-Bahnhof Rathaus Schöneberg (U4). Rund um den Platz lohnt sich ein Bummel durch das ruhige Schöneberg, und der Turm lässt sich an manchen Tagen besteigen, um über die Dächer des Bezirks zu blicken.
4. Natur-Park Südgelände
© Hanson59
Auf dem Gelände eines stillgelegten Rangierbahnhofs ist hier seit den 1950er Jahren etwas Seltenes entstanden: ein Stück wilde Stadtnatur, in dem Birken, Robinien und Gräser zwischen rostigen Gleisen wachsen. Jahrzehntelang ruhte der Betrieb, die Natur eroberte sich die Fläche zurück, und 1999 wurde das Areal als Natur-Park Schöneberger Südgelände der Öffentlichkeit übergeben.
Ein Rundweg, der sich stellenweise als erhöhter Stahlsteg über den empfindlichen Boden zieht, führt vorbei an einem alten Wasserturm, einem Lokschuppen und einer historischen Dampflok. Künstlergruppen haben den Industrieresten Skulpturen und Stahlobjekte zur Seite gestellt, sodass sich Naturschutz, Eisenbahngeschichte und Kunst eigenwillig mischen. Im Frühsommer summt und blüht es überall.
Der Park liegt direkt am S-Bahnhof Priesterweg (S2, S25, S26). Der Eintritt ist gering, und der Besuch lohnt sich besonders am Vormittag, wenn das Licht schräg durch die Birken fällt und das Gelände fast menschenleer ist.
5. Gasometer Schöneberg
© Oberlausitzerin64
Der Schöneberger Gasometer ist ein Industriedenkmal, das man schon von der Stadtautobahn aus sieht: ein riesiges, filigranes Stahlgerüst, das früher einen beweglichen Gasspeicher führte. Errichtet wurde die Konstruktion gegen Ende des 19. Jahrhunderts für das Gaswerk an der Torgauer Straße, der Speicherbehälter im Inneren ist längst verschwunden, das gewaltige Gerippe blieb stehen.
Rund um den Gasometer ist mit dem EUREF-Campus ein Quartier für Energie- und Zukunftsthemen entstanden. Vielen ist die Silhouette aus dem Fernsehen vertraut, denn unter dem Dach wurde lange eine bekannte Polit-Talkshow aufgezeichnet. Vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, wenn das Gerüst beleuchtet ist, entfaltet der Bau seine ganze Wirkung.
Der Gasometer liegt nahe dem S-Bahnhof Schöneberg (S1, S41, S42, S46) im Ortsteil Schöneberg, an der Grenze zu Steglitz. Das Innere ist normalerweise nur im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich, der Anblick von außen aber jederzeit eindrucksvoll.
6. Viktoria-Luise-Platz
© Marek Śliwecki
Der Viktoria-Luise-Platz gehört zu den schönsten Schmuckplätzen Berlins. Um 1900 als Mittelpunkt eines vornehmen Wohnviertels angelegt, hat er einen ungewöhnlichen sechseckigen Grundriss, in dessen Zentrum ein Springbrunnen plätschert, umgeben von Rasenflächen, Bänken und alten Bäumen.
Ringsum stehen prächtige Gründerzeit- und Jugendstilfassaden, von denen erstaunlich viele die Kriegszerstörungen überstanden haben. Cafés und kleine Läden machen den Platz zu einem beliebten Treffpunkt, an dem man an warmen Tagen einfach das großstädtische Leben des alten Schöneberg auf sich wirken lassen kann.
Der Platz liegt am gleichnamigen U-Bahnhof Viktoria-Luise-Platz (U4), nur wenige Schritte vom Bayerischen Viertel und von der Einkaufsstraße Motzstraße entfernt. Ein kurzer, lohnender Stopp auf dem Weg durch den Norden des Bezirks.
7. Alter St.-Matthäus-Kirchhof
© Manfred Brückels
Der 1856 angelegte Alte St.-Matthäus-Kirchhof an der Grenze zu Kreuzberg ist weit mehr als ein Friedhof: Er ist ein stiller Park voller Geschichte. Unter alten Bäumen und efeubewachsenen Grabmälern liegen Persönlichkeiten begraben, die den Namen Berlins in die Welt getragen haben, darunter die Sprachforscher und Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm sowie der Mediziner Rudolf Virchow.
Der Friedhof ist bis heute ein gepflegter, lebendiger Ort des Erinnerns. Engagierte haben hier Gedenkfelder angelegt, ein Café im alten Verwaltungsgebäude lädt zum Verweilen ein, und im Frühjahr blüht es zwischen den historischen Steinen. Wer Ruhe sucht, findet sie hier mitten in der Stadt.
Der Kirchhof liegt nahe dem U-Bahnhof Yorckstraße (U7) und dem S-Bahnhof Yorckstraße. Der Eintritt ist frei, und ein Spaziergang über die alten Wege lässt sich gut mit einem Besuch des angrenzenden Park am Gleisdreieck verbinden.
8. ufaFabrik
© Georg Slickers
Auf dem ehemaligen Kopierwerksgelände der berühmten Ufa-Filmgesellschaft an der Viktoriastraße hat sich seit 1979 eines der bekanntesten alternativen Kultur- und Ökozentren Berlins angesiedelt. Aus einer besetzten Brache wurde die ufaFabrik, ein bunter Mikrokosmos aus Theatersaal, Varieté, Café, Bäckerei, Kinderbauernhof und einem der ältesten Gründächer der Stadt.
Das Gelände ist ganzjährig belebt: Konzerte, Zirkus, Kabarett und ein internationales Sommerfestival ziehen Besucher aus der ganzen Stadt an, während tagsüber Familien zum Bauernhof mit Ziegen und Schweinen kommen. Die ufaFabrik gilt als gelungenes Beispiel dafür, wie sich ökologisches Bauen, Kultur und Nachbarschaft verbinden lassen.
Das Zentrum liegt im Ortsteil Tempelhof, gut erreichbar über den U-Bahnhof Ullsteinstraße (U6). Der Eintritt auf das Gelände ist frei, nur für Veranstaltungen werden Karten benötigt.
9. Planetarium am Insulaner
© Jörg Zägel
Der Insulaner ist ein knapp 80 Meter hoher Berg, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus Trümmerschutt aufgeschüttet wurde, einer von mehreren solcher künstlichen Hügel in Berlin. An seinem Fuß bilden das Planetarium am Insulaner und die benachbarte Wilhelm-Foerster-Sternwarte ein kleines Zentrum der Himmelsbeobachtung, das seit den 1960er Jahren Generationen von Schülern und Hobbyastronomen anzieht.
Unter der Kuppel des Planetariums lässt sich der nächtliche Sternenhimmel auch bei strömendem Regen erleben, während an der Sternwarte bei klarem Wetter durch echte Teleskope auf Mond, Planeten und ferne Sterne geblickt werden kann. Auf dem begrünten Hügel selbst gibt es Liegewiesen, ein Freibad an seiner Flanke und einen weiten Blick über den Süden des Bezirks.
Das Ensemble liegt an der Munsterdamm im Ortsteil Schöneberg, nahe dem S-Bahnhof Priesterweg (S2, S25, S26). Veranstaltungen finden vor allem am Abend und am Wochenende statt, ein Blick in das Programm vor dem Besuch lohnt sich.
10. Nollendorfplatz
© Marek Śliwecki
Der Nollendorfplatz ist das pulsierende Zentrum des nördlichen Schöneberg. Beherrscht wird er vom historischen Hochbahnhof von 1902, dessen stählerne Halle einst von einer großen Kuppel gekrönt war. Schon in den 1920er Jahren war der Platz ein Knotenpunkt des Vergnügens, und der Schriftsteller Christopher Isherwood, dessen Erzählungen die Vorlage für das Musical Cabaret lieferten, wohnte gleich um die Ecke.
Bis heute ist die Gegend rund um den Platz das Herz des queeren Berlin. In der angrenzenden Motzstraße und Fuggerstraße reihen sich Bars, Cafés und Clubs, an einer Wand des U-Bahnhofs erinnert eine rosa Gedenktafel an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Im Sommer verwandelt sich das Viertel beim Lesbisch-schwulen Stadtfest in eine einzige Feiermeile.
Der Platz ist über den U-Bahnhof Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4) bestens angebunden und ein guter Ausgangspunkt, um den lebendigen Norden des Bezirks zu Fuß zu erkunden.
11. Heinrich-von-Kleist-Park und Königskolonnaden
© Zander & Labisch
Den Eingang zum Heinrich-von-Kleist-Park in Schöneberg bilden die Königskolonnaden, ein barockes Säulentor aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich standen die von Carl von Gontard entworfenen Kolonnaden in Mitte an der Königsbrücke, 1910 wurden sie an ihren heutigen Standort versetzt, um sie vor dem wachsenden Verkehr zu retten.
Hinter den Säulen öffnet sich eine ruhige, klassisch gegliederte Parkanlage mit altem Baumbestand. An ihrem Ende erhebt sich der monumentale Bau des Kammergerichts von 1913, einer der bedeutendsten Gerichtsbauten Deutschlands. Hier verkündete der berüchtigte Roland Freisler seine Terrorurteile, und nach dem Krieg tagte im selben Saal der Alliierte Kontrollrat, das oberste Organ der vier Besatzungsmächte.
Der Park liegt am U-Bahnhof Kleistpark (U7) an der Potsdamer Straße. Geschichte, Architektur und Grün liegen hier auf engstem Raum beieinander, ein ruhiger Kontrapunkt zum lauten Schöneberg ringsum.
12. Schwerbelastungskörper
© Dieter Brügmann
An einer unscheinbaren Kreuzung im Süden Schönebergs steht ein gewaltiger, düsterer Betonzylinder, der ratlos macht, wenn man seine Geschichte nicht kennt. Der 1941 errichtete Schwerbelastungskörper sollte messen, wie tief sich der weiche Berliner Boden unter enormem Gewicht absenkt, denn die NS-Planer wollten ganz in der Nähe einen riesigen Triumphbogen für ihre geplante Welthauptstadt Germania bauen.
Der über 12.000 Tonnen schwere Klotz sank tatsächlich messbar ein und bewies damit, wie schwierig der Untergrund für solche Monumentalbauten war. Nach dem Krieg ließ er sich wegen der Nähe zur Wohnbebauung nicht sprengen, und so blieb er stehen, ein steingewordenes Mahnmal des Größenwahns. Heute ist er ein eingetragenes Denkmal mit einer kleinen Aussichtsplattform und Informationstafeln.
Der Schwerbelastungskörper steht an der General-Pape-Straße, nahe dem S- und Regionalbahnhof Südkreuz. Geöffnet ist die Anlage meist nur an bestimmten Tagen, der Anblick des massiven Betons von außen ist aber jederzeit beklemmend eindrucksvoll.
13. Dorfkirche Marienfelde
© Bautsch
Im äußersten Süden des Bezirks, mitten in einem überraschend ländlich gebliebenen Ortskern, steht die Dorfkirche Marienfelde, ein gedrungener Bau aus sorgfältig behauenen Feldsteinen. Sie entstand um 1220 und gilt als das älteste noch erhaltene Bauwerk Berlins überhaupt, ein Zeugnis aus jener Zeit, als die Templer die Gegend besiedelten und das Dorf gründeten.
Rund um die Kirche hat sich der historische Dorfanger erhalten, eine grüne, lang gestreckte Fläche, um die sich alte Gehöfte und Bäume gruppieren. Mitten in der wuchernden Großstadt wirkt dieser Ort wie ein Sprung über Jahrhunderte hinweg, und es fällt schwer zu glauben, dass das Brandenburger Tor nur wenige Kilometer entfernt liegt.
Marienfelde erreichst du über den S-Bahnhof Marienfelde (S2, S25) oder über die nahen Buslinien. Wer den Süden des Bezirks erkunden will, sollte den stillen Dorfanger mit seiner uralten Kirche unbedingt einplanen.
- Bayerisches Viertel: Zwischen Viktoria-Luise-Platz und Stadtautobahn liegt das vornehme Bayerische Viertel, in dem einst Albert Einstein wohnte. An vielen Straßenecken hängen schlichte Schilder mit Texten und Bildern, das Denkmal Orte des Erinnerns, das die schrittweise Entrechtung der jüdischen Nachbarn im Nationalsozialismus auf erschütternd alltägliche Weise sichtbar macht. Ein stiller Rundgang, der nachwirkt.
- Akazienstraße und Winterfeldtplatz: Wer das echte, lebendige Schöneberg sucht, schlendert die Akazienstraße entlang oder kommt mittwochs und samstags zum großen Wochenmarkt auf dem Winterfeldtplatz, einem der schönsten und vielfältigsten Märkte Berlins. Käse, Blumen, Streetfood und ein Gewimmel aus Nachbarn und Zugereisten, mit der neugotischen St.-Matthias-Kirche als Kulisse.
- Volkspark Mariendorf und die Trabrennbahn: Abseits der Touristenpfade lohnt sich der Süden: Der Volkspark Mariendorf bietet Wiesen, einen See und viel Ruhe, gleich nebenan liegt die traditionsreiche Trabrennbahn Mariendorf, auf der seit fast hundert Jahren Pferderennen ausgetragen werden. Ein Stück Berliner Sport- und Freizeitgeschichte, das kaum ein Reiseführer kennt.
Tempelhof-Schöneberg belohnt alle, die sich auf seine Gegensätze einlassen. An einem Tag stehst du auf dem weiten Rollfeld eines stillgelegten Großflughafens, am nächsten vor einer 800 Jahre alten Dorfkirche, dazwischen liegen Weltgeschichte, wilde Natur und großstädtisches Leben. Wer den Bezirk wirklich kennenlernen will, sollte sich Zeit nehmen und zwischen Nord und Süd hin und her pendeln.
Am schönsten ist der Streifzug zu Fuß und mit der gelben U-Bahn, die fast alle hier genannten Orte verbindet. Pack also gutes Schuhwerk ein und lass dich treiben, denn die besten Entdeckungen liegen in diesem Bezirk oft gleich um die nächste Ecke.