Schöneberg bekommt mehr Platz für Sport: In der Otzenstraße wurde am 8. Mai 2026 die zweite Typensporthalle des Bezirks Tempelhof-Schöneberg offiziell eröffnet. Sie steht der 40. Grundschule und der benachbarten Friedenauer Gemeinschaftsschule zur Verfügung, abends nutzen Vereine die Halle.
Die Investitionssumme liegt bei rund 10,5 Millionen Euro.
Vom ersten Spatenstich bis zur Schlüsselübergabe vergingen nur 14 Monate, dazu kamen sechs Monate Vorarbeiten am Standort.
Was eine Typensporthalle ist
Hinter dem sperrigen Wort steckt ein berlinweites Standardmodell der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Die Halle wird in modularer Bauweise nach immer demselben Bauplan errichtet, was Planung und Genehmigung deutlich beschleunigt.
Das Ergebnis ist eine kostenoptimierte Halle, die in zwölf bis vierzehn Monaten steht statt in den sonst üblichen drei bis vier Jahren.
Schöneberg ist nach Tempelhof bereits der zweite Standort im Bezirk, der vom Programm profitiert.1
Was die Halle bietet
Die neue Anlage ist als Dreifeldhalle ausgelegt, drei Spielfelder lassen sich durch Trennvorhänge separat nutzen.
Eine Zuschauertribüne mit rund 200 Plätzen ermöglicht den Wettkampfbetrieb.
Barrierefreie Zugänge, eine rollstuhlgerechte Tribüne und ein Inklusions-Umkleidebereich gehören zum Standard.
Die Halle ist für Schulsport ebenso geeignet wie für Vereinswettkämpfe in Basketball, Volleyball, Badminton und Handball.
"Platz für Bewegung ist genauso wichtig wie Platz fürs Lernen"
Staatssekretär Stephan Machulik (SPD) eröffnete die Halle gemeinsam mit Bezirksstadtrat Tobias Dollase (CDU) und Staatssekretär Dr. Torsten Kühne (CDU).
Platz für Bewegung und Sport sei genauso wichtig wie Platz für das Lernen, so Machulik.
Die Typensporthallen seien ein zentraler Baustein der Berliner Schulbauoffensive.
Geladen waren auch Schulleiter und Vertreter der Sportvereine, die die Halle künftig nutzen.
Wer die Halle nutzt
Tagsüber haben die 40. Grundschule und die Friedenauer Gemeinschaftsschule Vorrang, beide Einrichtungen hatten lange unter beengten Sportkapazitäten gelitten.
Abends und am Wochenende stehen die Felder den umliegenden Sportvereinen offen.
Zu den ersten Mietern gehören der TSV Rudow und der SC Tempelhof, weitere Vereine sind in Gesprächen.
Für den Schulsport bedeutet die neue Halle das Ende des seit Jahren üblichen Pendelns zu Hallen in anderen Stadtteilen.
Hintergrund: Berliner Schulbauoffensive
Mit der 2017 gestarteten Schulbauoffensive will der Senat den Sanierungsstau an Berliner Schulen abbauen.
Bis 2030 sollen rund 60 neue Schulen entstehen und etwa 220 bestehende Standorte saniert werden.
Die Typensporthallen sind ein eigenes Teilprogramm, allein 2026 sollen elf weitere Standorte berlinweit eröffnet werden.
Tempelhof-Schöneberg gehört damit zu den Bezirken, die am stärksten vom Programm profitieren.
Wo die Halle steht
Die neue Typensporthalle befindet sich in der Otzenstraße 15 bis 19 in 12161 Berlin-Schöneberg.
Mit der U-Bahn ist sie über den Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz (U9) in fünf Minuten Fußweg erreichbar.
Wer die Eröffnung mit einem Spaziergang verbinden möchte, findet in unserem Überblick zu den schönsten Parks in Tempelhof-Schöneberg passende Stationen.
Eine offene Sporthalle für Anwohner ist bislang nicht geplant, das Bezirksamt prüft aber einzelne Aktionstage pro Jahr.